Ghana

Mit diesem Text beabsichtige ich nicht, einen wissenschaftlichen Bericht sondern vielmehr persönliche Eindrücke über Land, Leben und Leute Ghanas zu beschreiben.
Schon ab der Ankunft wird man von jedem fröhlichen offenem Ghanaer angesprochen und begrüßest. Ich denke vielen ist bekannt dass die Menschen hier oft einfach fröhlicher unbeschwerter und offener scheinen, auch wenn sie nicht immer ein einfaches Leben haben und für ihr tägliches Leben teilweise hart arbeiten.

Eindrücke aus Ghana

Jetzt würde ich euch gerne eine so häufig vorkommende TroTro-Fahrt beschreiben, die mich immer wieder glücklich machen..:
Man sitzt umgeben von Ghananern die für die Dauer der Fahrt scheinbar alle Freunde sind, in dem hauptsächlich verbreiteten Kleinbus. Aus dem auf holpernden Straßen schaukelnden TroTro hört man laute Musik, ein wildes Gehupe oder den scheppernden alten Motor. Man ist immer beschäftigt wenn man aus dem offenen Fenster schaut durch das warmer Wind strömt, und entweder ghanaischen Alltag oder wunderschöne grüne Buschlandschaft sieht. Bei jedem Stop hat man die Möglichkeit alles Mögliche von Essen bis Alltagsgegenstände von den freundlich kämpfenden Verkäufern zu erwerben, die mit den Gütern auf den Köpfen an die Fenster gerannt kommen.

In der Großstadt, wo alles lauter, moderner, langsamer im Verkehr und schneller in der Entwicklung ist, herrscht natürlich ein anderes Leben wie in den ruhigeren Dörfern mit mehr Natur, einfacheren Verhältnissen, überwiegender Arbeit auf den Farmen und auch schlechteren Schulen und Krankenhäusern.

Eindrücke aus Ghana

Ich möchte und kann Ghana jedoch nicht nur loben, es gibt auch einige Dinge die einen nachdenklich machen..: so z.B. die sich entwickelnde Modernisierung, wobei sich Ghanaer jedoch nicht nur die positiven Aspekte zum Vorbild nehmen, und somit andere wichtige Probleme wie das Schul-/ Lern-/ oder Erziehungssystem kaum beachtet werden und teilweise erhofft wird dass andere Leute das regeln wobei dann aber wieder die Gefahr besteht dass sie sich in ihrer Kultur angegriffen fühlen.
Ein weiterer trauriger Punkt ist meiner Meinung nach das Verhältnis zwischen Mann und Frau, gleichzeitig im Zusammenhang mit Geld.
Dies taucht auch wieder beim nächsten Kritikpunkt auf: manchmal wird von Touristen bzw. Helfern zu viel Geld, Hilfe…verlangt ohne es dabei zu schätzen und dem Bewusstsein was es für uns bedeutet.

Diese Sachen sollen aber keinen abschrecken Ghana mit ebenso vielen zahlreichen schönen Seiten selber kennenzulernen.
Ich denke jeder der kulturoffen, anpassungsfähig, nicht sehr anspruchsvoll ist, Sachen manchmal einfach hinnimmt, sich zu gedulden lernt und die manchmal viele Aufmerksamkeit nicht zu persönlich nimmt wird eine glückliche Zeit in einem schwarzafrikanischen, tanz-und musikfreudigen, kulturbezogenen friedlichen Land erleben.

Weitere Bilder aus Ghana finden Sie in der Galerie.